In Toblach wird um Weltcuppunkte gelaufen

Nathalie Santer ist eine ehemalige Weltklasse Biathletin und Langläuferin, die insgesamt 3 Weltcup-Rennen gewinnen konnte und 15 Mal auf dem Podium stand. Dazu gesellen sich 30 Medaillen bei Italienmeisterschaften im Biathlon und fünf Teilnahmen bei Olympia. Seit ihrem Karriereende ist sie die Renndirektorin der Weltcup-Rennen in Toblach, die am Samstag, 16. und Sonntag, 17. über die Bühne gehen.
Eine anspruchsvolle Aufgabe, die Erfahrungen als aktive Profisportlerin und ein sehr gut eingespieltes und kompetentes Organisationskomitee helfen ihr aber immens: „Ich koordiniere und trage die Verantwortung in allen Sicherheitsfragen, muss aber hinzufügen, dass ich äußerst gute Mitarbeiter und eine sehr gut funktionierende Organisation hinter mir habe.“
„Nathalie“ ist auch der Name des neuen Streckenabschnittes, auf dem sich die Starter vor Weihnachten noch einmal abkämpfen werden. Es ist eine anspruchsvolle Strecke, die den Athleten alles abverlangen wird, so wie es Nathalie Santer als Sportlerin von sich selbst gefordert hat. Der Streckenverlauf ist deshalb auch kein Zufall: „Die Strecke ist schwierig und sehr anspruchsvoll. Sie wurde auch auf meinen Namen getauft, da ich genau solche Strecken als aktive Sportlerin geliebt habe. Ich war immer am stärksten, wenn die Loipen genau diese Charakteristiken aufwiesen. Ich würde sogar behaupten, je schwieriger die Strecke, desto mehr liebte ich das Rennen.“
Gibt es Empfehlungen an die Ahtleten? „Wichtig ist, dass man sich das Rennen richtig einteilt und gut dosiert, denn man kann nicht vom Anfang bis zum Ende immer Vollgas geben. Viel hängt natürlich davon ab, wie jemand konditionell drauf ist und wie schnell die Unterlage ist.“
Die Nordic Arena in Toblach ist seit Jahren ein Fixpunkt im Langlauf-Weltcup-Kalender und wird es auch in Zukunft bleiben: „In den letzten Jahren waren wie auch bei der Tour de Ski-Rennserie dabei, heuer leider nicht. Dafür werden wir in der nächsten Saison die Eröffnung der Tour de Ski organisieren“.
Die Vollversammlung der FISE (italienischer Reitsportverband), die am 4. und 5. Dezember abgehalten wurde, musste den Rücktritt von Nathalie Santer als Südtirol-Verantwortliche zur Kenntnis nehmen: „Ich habe beschlossen, dieses Amt zurück zu legen, denn es ist einfach schwierig mehrere Aufgaben zu erfüllen, vor allem in Winter, wenn wir die Rennen abhalten. In der nächsten Saison haben wir auch die Tour de Ski, und wenn ich etwas mache, dann will ich es ordentlich machen. Zudem habe ich schon damals, als ich FISE-Verantwortliche für Südtirol wurde gesagt, dass ich diese Aufgabe nur für einen bestimmten Zeitraum übernehmen kann. Ich hoffe aber, dass ich meinen Beitrag geleistet habe, dass der Reitsport in Südtirol weiterhin erfolgreich weitergeht. Die Ausritte mit dem Pferd wird sich Nathalie aber auch in Zukunft nicht nehmen lassen, denn das hilft ihr vom Stress abzuschalten. „Das tagtägliche Arbeiten mit einem Pferd erfordert Zeit und Opfer, das mir aber auch heute noch gefällt“.
Zum Schluss, wie ist die Situation im verschneiten Toblach? „Die Voraussetzungen sind perfekt – schließt Santer ab – der Schnee ist sehr gut, trotz des Regens der letzten Tagen. Die Folge ist, dass wir noch an der Rennstrecke arbeiten müssen. Ich hoffe es kommen viele Zuschauer, denn diese sind für den Langlaufsport sehr wichtig.“
Das Programm:
Samstag, 16. Dezember: 10 km der Damen im freien Stil (Start um 11 Uhr), 15 km der Herren im freien Stil (Start um 13.30)
Sonntag, 17. Dezember: 10 km der Damen Verfolgung im klassischen Stil (Start um 11.30 Uhr), 15 km der Herren Verfolgung im klassischen Stil (Start um 13.30 Uhr). Die Rennen werden live auf Rai Sport und Eurosport ausgestrahlt.