Krogh siegt in Toblach, doch Sundby nimmt Reißaus

Nicht Martin Johnsrud Sundby, auch nicht Petter Northug sondern Finn Haagen Krogh ist der strahlende Sieger der sechsten Etappe der Tour de Ski im Hochpustertal. Er setzte sich im Skating über 10 Kilometer durch. Nun folgt in der Nordic Arena der 5-Kilometer-Lauf der Frauen.

Die norwegischen Langlaufstars waren bereits vor Rennbeginn die hochgehandelten Siegkandidaten. Dabei stahl allerdings Krog seinen favorisierten Landsleuten Sundby und Northug die Show. Der 25-Jährige bot auf dem 10 Kilometer langen Kurs eine makellose Vorstellung, setzte besonders im Schlussteil unerreichte Maßstäbe und stoppte die Zeitnehmung schließlich bei 22:07,8 Minuten. Seine dritte Podiumsplatzierung bei der laufenden Tour de Ski und der sechster Weltcupsieg seiner Kariere waren somit perfekt.

Der finale Schlusssprint von Krogh machte selbst Sundby einen Strich durch die Rechnung. Der Gesamtweltcupführende war in dieser Disziplin seit vier Rennen ungeschlagen. Sundby passierte die Ziellinie mit einem Rückstand von 3,6 Sekunden, dennoch hatte auch er im Zielraum reichlich Grund zur Freude. Sein Vorsprung im Tour-Ranking wuchs nämlich auf rund anderthalb Sekunden an. Seine ärgsten Widersacher, sein Landsmann und Dauerrivale Northug sowie der Russe Sergey Ustiugov, büßten in Toblach weitere Zeit ein. Ustiugov kam hinter dem Franzosen Maurice Manificat als Viertplatzierter ins Ziel, Northug musste gar mit Rang 15 Vorlieb nehmen. 

Nöckler und Clara jenseits der Top 30

Als bester Italiener schnitt einmal mehr Francesco De Fabiani ab. Der aufstrebende Athlet aus dem Aostatal belegte mit 47,9 Sekunden Rückstand den 22. Platz und wird nun in der Gesamtwertung an Position elf geführt. Nur eine Nebenrolle spielten hingegen die beiden Pustertaler Lokalmatadoren: Dietmar Nöckler verbuchte die 33. Zeit, Roland Clara kam nicht über Rang 45 hinaus.

Am frühen Nachmittag wird das Tour-de-Ski-Programm in Toblach mit dem 5-km-Lauf der Frauen abgeschlossen.