Nöckler und Pellegrino strahlen in Toblach vom Podium

Das Weltcup-Wochenende in der Nordic Arena ist mit einem absoluten Highlight zu Ende gegangen: Lokalmatador Dietmar Nöckler und Federico Pellegrino schafften im Teamsprint den Sprung auf Platz drei. Die abschließenden Siege gingen an die Teams aus Kanada und Russland.

Nöckler und Pellegrino, die mit Podiumsambitionen in den Bewerb gestartet waren, wurden ihren Ansprüchen auf Anhieb gerecht und beendete das Halbfinale mit der drittbesten Zeit. In dem an Spannung kaum zu überbietenden Finale legten sie eine spektakuläre Aufholjagd hin, nachdem Pellegrino in der fünften Runde vom Schweden Teodor Peterson touchierte wurde und zu Sturz kam. Nöckler rollte im Anschluss das Feld von hinten auf, ehe Pellegrino die nicht mehr für möglich gehaltene Podiumsplatzierung unter Dach und Fach brachte.

„Der Sturz hat uns weit nach hinten geworfen. Das war bitter, doch Didi (Nöckler, Anm.d.Red.) hat eine unglaubliche Aufholjagd hingelegt. Zum Schluss habe ich nochmal alles in die Waagschale geworfen“, schilderte Pellegrino nach dem Rennen. Er und Nöckler fuhren somit fast genau exakt ein Jahr nach ihrem Premierensieg in Planica ein weiteres, gemeinsames Erfolgserlebnis ein. Für den Sprint-Star aus dem Aostatal ist dies die zweite Podiumsplatzierung in dieser Saison, der 28-jährigen Brunecker hingegen bejubelte das vierte Top-3-Ergebnis seiner Weltcup-Karriere. Bei ihm kannte die Freude kaum Grenzen: „Hier in Toblach vor meinen Fans am Podium zu stehen, weckt unglaubliche Glücksgefühle. Es ist dies ein absolutes Highlight meiner Karriere und eine ungemeine Motivationsspritze in Hinblick auf die Weltmeisterschaft in Lahti.“

Schneller als die beiden Azzurri waren in Toblach nur die kanadischen Überraschungssieger Len Valjas und Alex Harvey und die beiden Schweden Karl-Johan Westberg und Oskar Svensson. Die Nordamerikaner behaupteten sich im Finish mit einer halben Sekunde Vorsprung. Das zweite italienische Duo, der junge Bozner Stefan Zelger und Enrico Nizzi, schieden indessen im Quali-Halbfinale aus.


Natalia Mateeva landet den Doppelpack

Bei den Frauen holte Natalia Mateeva zum totalen Triumph aus. 24 Stunden nach ihrem Sieg im Einzelsprint gewann sie mit ihrer russischen Mannschaftskollegin Yulia Belorukova auch den Teambewerb. Die beiden Osteuropäerin entschieden das Herzschlagfinale gegen das schwedische Duo Ingemarsdotter/Falk und Jacobsen/Falla aus Norwegen im Fotofinish für sich.

Als beste Italienerinnen schnitten Ilaria Debertolis und Gaia Vuerich ab. Sie verpassten als Elfte hauchdünn eine Platzierung in den Top Ten.



Ergebnisse Langlauf-Weltcup in Toblach (ITA):

Teamsprint, Männer
1. Kanada  (Len Valjas, Alex Harvey) 16:02.11 Minuten
2. Schweden I (Karl-Johan Westberg, Oskar Svensson) +0.53 Sekunden
3. Italien I (Federico Pellegrino, Dietmar Nöckler) +0.65
4. Norwegen II (Håvard Solås Taugbøl, Paal Golberg) +1.12
5. Norwegen I (Sindre Bjørnestad Skar, Johannes Høsflot Klæbo) +1.90

Teamsprint, Frauen
1. Russland I (Yulia Belorukova, Natalia Matveeva) 18:00.96 Minuten
2. Schweden I (Ida Ingemarsdotter, Hanna Falk) +0.04 Sekunden
3. Norwegen I (Astrid Uhernholdt Jacobsen, Maiken Caspersen Falla) +0.11
4. Deutschland I (Denise Herrmann, Sandra Ringwald) +0.47
5. Finnland I (Susanna Saapunki, Mari Laukkanen) +5.16