Russland und USA dominieren in Toblach

Zweifachsieg bei den amerikanischen Frauen und Fünffachsieg bei den russischen Männern. Jessica Diggins und Alexander Bolshunov siegen im 10 und 15km Einzelrennen in der freien Technik

Bei den Frauen vervollständigen Brennan und Anderson das Podest und bei den Männern Spitsov und Yakimushkin. Morgen ab 13:30 Uhr finden die 10 und 15km Verfolgung im klassischen Stil statt

In der Nordic Arena in Toblach ereignete sich heute die erste italienische Etappe der Tour de Ski 2021. Die Voraussetzungen für ein ergreifendes Rennen waren gegeben und wurden erfüllt. Heute fanden die Einzelrennen im Freistil auf der 10km Distanz für die Frauen und 15km für die Männer auf der schwierigen „Nathalie“-Piste statt. Um 13:00 Uhr dann der Start der Frauen. Alle Augen waren auf Jessica Diggins und Rosie Brennan gerichtet, welche bislang die Tour de Ski und den Weltcup dominierten. Das Duell der beiden Freundinnen endete mit Jessica Diggins´ Sieg mit einem Vorsprung von 14.8 Sekunden. Somit konnte sie das gelbe Trikot verteidigen. Toblach scheint den Amerikanerinnen Glück zu bringen, insbesondere der aus Minnesota stammenden 29-Jährigen, die bereits 2016 und 2017 in Toblach Siege einbrachte und sich auf Toblachs Strecke zu Hause fühlt: „Ich liebe das Skifahren in Toblach, der Schnee war herrlich, die Skier waren gut präpariert und die Strecke ist ein Genuss. So viel Schnee gab es seit Jahren nicht mehr. Toblach wurde in eine Märchenlandschaft verwandelt. Hier ist es wunderschön!“ Bei den Schwedinnen vervollständigte Ebba Andersson mit ihrem dritten Platz das Podest, vor der Russin Julia Stupak und der Finnin Krista Pärmakoski. Die negative Überraschung des Tages: Beeinträchtigt durch einen Trainingsunfall im Hotel und einem anfänglich überzeugenden Start, konnte die Schwedin Frida Karlsson nur den neunten Platz erzielen. Ausgezeichnete Leistungen erbrachten die Italienerinnen Anna Comarella und Lucia Scardoni, die sich auf die jeweiligen Ränge 12 und 14 platzierten. Rang 30 erreichte Ilaria Debertolis, 32 Francesca Franchi, 33 Martina Di Centa und 35 Elisa Brochard.

Bei den Männern dominierten die Russen die ersten fünf Plätze bzw. wurden von ihnen 7 der ersten 8 Ränge besetzt. Alexander Bolshunov war auch heute für alle unerreichbar und holte in dieser Tour de Ski seinen dritten Sieg in Folge ein. Somit untermauerte er seinen Vorsprung gegenüber seiner direkten Verfolger: „Mir ist bewusst eine starke Leadership zu haben. Ich gebe bei jedem Start mein Bestes. Dieser weitere Sieg bei der Tour wirkt auf mich sehr anregend.“ Den zweiten Rang besetzte Denis Spitsov, der bis zum Schluss den Sieg erhoffte und den dritten Rang Ivan Yakimushkin mit jeweils einem Rückstand von 8.3 und 13.9 Sekunden. Die Überlegenheit der Russen wurde mit den Rängen vier und fünf durch Alexey Chervotkin und Artem Maltsev bestätigt, während der Franzose Maurice Magnificat sein Rennen auf Platz 6 beendete. Maltsev konnte somit seinen 2. Platz in der Gesamtwertung verteidigen. Bei den Italienern erreichten Giandomenico Salvadori Rang 21, Francesco De Fabiani 22, Federico Pellegrino 25, Paolo Ventura 31, Davide Graz 35 und Mirco Bertolina 43.

Nicht unerwähnt bleiben kann die Abwesenheit der Norweger, welche offiziell aufgrund von Covid ihre Teilnahme an der Tour de Ski abgesagt haben. Auch die norwegische Presse wurde stark reduziert und nur der Journalist des Senders NRK Morten Stenberg reiste von Skandinavien nach Italien: “Dem Sender NRK ist es wichtig für seine begeisterten Langlaufzuschauer anwesend zu sein. Ich bin der Meinung die Tour de Ski sei heuer ohne die Norweger natürlich etwas langweilig, dafür haben jedoch andere Athleten die Möglichkeit der Welt ihr Können zu zeigen. Ich denke, dass die Abwesenheit der Norweger kein wirkliches Problem darstellt. Hier in Toblach fühle ich mich sicher, da genauso wie in Norwegen die Sicherheitsmaßnahmen gegen COVID-19 sehr streng sind.

Das nächste Rennen findet morgen um 13:30 Uhr mit der 10km Verfolgung der Frauen und um 14:40 Uhr mit der 15km Verfolgung der Männer jeweils im klassischen Stil statt.